Kurzprofil: So sprechen Experten Personaler an

März 15th, 2009

Die ersten Personen, die einen Lebenslauf eines Experten in die Hände bekommen verstehen ihn wahrscheinlich nicht. Es sind Recruiter und Personaler, die nur ein vages Bild von der Stelle haben. Das, was in ihrem Lebenslauf und damit in ihrer beruflichen Geschichte steckt, kann erst Ihr zukünftiger Fachvorgesetzter beurteilen. Dazu muss der Lebenslauf aber erst in dessen Hände kommen.

Ein Kurzprofil verhindert, dass der Recruiter oder Personaler nicht die Informationen aus dem Lebenslauf herausfiltern, mit denen er erkennt, dass Ihr Berufsprofil auf die ausgeschriebene Stelle passt.
Das erste, was man von Ihrer Bewerbung wahrnimmt muss sowohl einen Fachmann, wie auch einen Fachfremden ansprechen. Vor allem die Letzteren müssen ihre Bewerbung als Interessant wahrnehmen.

Ein Kurzprofil ist so aufgebaut, dass der Leser die wichtigen Informationen in griffiger Form erhält. Es ist die Zusammenfassung der wichtigen Eckpunkte in einem Fließtext oder in Stichpunkten. Es ist sozusagen das Summary des Lebenslaufes. Länger wie eine viertel bis eine halbe Seite  sollte ein Kurzprofil nicht sein.
Tipp: Wenn Sie die Fließtextvariante wählen, dann schreiben Sie nicht blumig, sondern einfach, klar und prägnant.

So kommen Sie zu Ihrem Kurzprofil:

  • Wichtige Informationen aus dem Lebenslauf identifizieren: Was sind die wichtigen Informationen für den Entscheider über die Stelle? Was macht Sie einzigartig für diesen Job?
  • Auswahl: Was sind die 8 wichtigsten Punkte?
  • Identifizieren Sie Schlüsselwörter: Was sich die Wörter, Begriffe oder Firmennahmen, die bei Ihrem Zukünftigen Arbeitgeber Aufmerksamkeit erzeugen können.
  • Schreiben: Jetzt erst schreiben Sie den Text. Lesen Sie ihn immer wieder und feilen Sie daran, bis er aus Ihrer Sicht gut klingt.
    Tipp: Wenn Sie den Text selbst laut lesen, dann können Sie hören, wie gut er klingt und noch sprachliche Ungereimtheiten ausmerzen.

Hier ist ein Beispiel für ein Kurzprofil:

 Beispiel eines Kurzprofils
 

Gehaltsverhandlungen: Aktiv werden zum richtigen Zeitpunkt

März 7th, 2009

„Wer nicht sagt, bekommt auch nichts.“ Dies ist eine alte Weisheit. Aber nicht immer sind Sie erfolgreich, wenn Sie etwas sagen. Denn auf den Zeitpunkt kommt es an. Ein guter Zeitpunkt für eine Gehaltsverhandlung ist immer dann, wenn Sie eine Aufgabe erfolgreich erledigt haben, oder neue Aufgaben und Verantwortung übernehmen. Wichtig ist, dass Sie vor dem Gespräch Ihren Marktwert kennen.

Gehaltsverhandlungen führen Sie mit Ihrem Chef. Und dieses Gespräch wird nicht nebenbei geführt, sondern vereinbart. Planen Sie dafür eine Stunde ein. In Unternehmen, bei denen es regelmäßige Entwicklungsgespräche oder Zielvereinbarungsgespräche gibt, sind dies Gelegenheiten, bei denen Sie Ihre Forderung nach mehr Gehalt vorbringen können.

Mehr Gehalt zu fordern ist nichts Anrüchiges. Vor allem dann nicht, wenn Sie durch eine höherer Leistung und mehr Expertise in eine Vorleistung gegangen sind. Kommunizieren Sie klar, was Sie auch Ihrer Sicht geleistet haben und welchen Nutzen das Unternehmen daraus hat. Formulieren sie auch klar, wie viel aus Ihrer Sicht Ihre Leistung wert ist. Dabei gehört es zum Ritual solcher Verhandlungen, dass Sie nicht das bekommen werden, was Sie fordern. Andererseits wird auch Ihr Chef Ihre Forderung nicht rundweg ablehnen, wenn Ihre Leistung stimmt. Gute Experten sind nicht leicht ersetzbar, und so wird auch Ihr Unternehmen ein Interesse haben, Sie zu halten.

Und das sind Ihre Pluspunkte in der Verhandlung:

  • Größere Verantwortung ist mehr wert, als ein abgegrenztes Aufgabengebiet.
  • Strategisch konzeptionelle Tätigkeiten werden besser bezahlt als operative
  • Tätigkeiten mit Kundenkontakt bringen mehr ein, als ein Backoffice Job.
  • Wissen und Fertigkeiten, die nur Sie besitzen, sind auch immer ein Argument dafür mehr zu verlangen.

Das kleine Welt Phänomen macht Networking effektiv

Februar 28th, 2009

Ein Geschäftsreisender sitzt im Flugzeug und kommt mit seinem Nachbarn ins Gespräch. So nebenbei erwähnt dieser den Namen eines Mannes, der ihnen bekannt vorkommt. Schnell stellen Sie fest, dass Sie ihn von einem Kongress kennen und ihr Nachbar mit ihm Geschäfte macht. „Die Welt ist doch klein“ ist dann ein Satz, dem beide zustimmen. Aber warum passieren uns diese Situationen immer wieder?

Der Grund dafür liegt in dem sogenannten Kleine-Welt-Phänomen (engl. small world phenomenon): Stanley Milgram, eine amerkanischer Soziologe, führte 1967 an der Harvard University das folgende Experiment durch: Er erstellte eine Art Informationspaket, das 60 zufällig ausgewählten Teilnehmer an jeweils eine vorher festgelegte Person in Boston zu senden hatten. Als Startpunkte wählte er Personen den Städten Omaha und Wichita aus. Beide Städte waren weit von Bosten entfernt und die ausgewählten Personen hatten auch bezüglich ihrer sozialen Herkunft nur wenig mit der Zielperson gemeinsam. Die Aufgabe bestand darin, das Paket nur dann direkte an die Zielperson zu senden, wenn sie diese persönlich kannten. In allen anderen Fällen sollte sie eine Person wählen, von der sie annahmen, dass diese die Zielperson kennen könnten. Drei Pakete erreichten die Zielpersonen über 6 weitere Personen. Milgram schloss daraus, dass jede Person der US-amerikanischen Bevölkerung von jeder anderen Person der USA durchschnittlich durch sechs Personen getrennt ist oder, andersherum formuliert, durch durchschnittlich sechs Personen erreicht werden kann.

Dem „Kleinen Welt Phänomen“ liegt folgende Hypothese zugrunde:
Jeder Mensch auf der Welt ist mit jedem anderen über eine überraschend kurze Kette von Bekanntschaftsbeziehungen verbunden ist.

In Kleine-Welt-Netzwerken beobachtet man folgende Phänomene:

Transitivität: Netzwerkpartner einer Person sind meistens auch untereinander bekannt, weil sie sich über den gemeinsamen Netzwerkpartner kennen gelernt haben.

Geringer Durchmesser: Eine Nachricht, die von einem Netzwerkpartner zu allen seinen Nachbarknoten weitergereicht wird, erreicht in kürzester Zeit alle Knoten in dem Netzwerk. Von besonderer Bedeutung sind dabei sogenannte short chains: Diese verbinden über wenige Stationen auch weit entfernte Knoten im Netzwerk.

Skalenfreie Netze: Dies sind Netzwerke, bei denen einige wenige Knoten potentiell unendlich viele Verbindungen aufweisen, während ein Großteil der übrigen Knoten relativ wenige Beziehungen zu anderen Knoten hat. Mit dem einer Beziehung zu einem solchen Netzwerkpartner können Sie sehr schnell sehr viele Menschen im Netzwerk erreichen.

Die Reichen werden immer Reicher: Nimmt man ein voll verbundenes Netz von drei Knoten und fügt dem Netzwerk nacheinander neue Knoten von stark verbundenen Netzwerken hinzu, dann bilden diese jeweils eine bestimmte Anzahl neuer Verbindungen zum bestehenden Netzwerk aus. Hierbei ist die Wahrscheinlichkeit für einen bestehenden Knoten, als Partner gewählt zu werden, proportional zu der Anzahl der Verbindungen, die dieser bereits besitzt.

Im Online-Netzwerken wie XING, JanusWeb, StudiVZ lässt sich dieses Phänomen in der Realität beobachten. In dieses Netzwerk gelangt man nach eigener Anmeldung oder auf Einladung eines bestehenden Mitgliedes, d. h. häufig ist hier jeder mit mindestens einer weiteren Person verbunden. Nimmt man sich jedoch wahllos eine Person aus diesem Netzwerk heraus, wird immer der direkteste Weg von einem selbst zu eben dieser Person angezeigt, der selten mehr als fünf Glieder umfasst.

Mit dem Kleinen Welt Phänomen manchen Sie Networking effektiver, wenn Sie die folgenden Tipps beachten:

  • Suchen Sie sich in Ihrem Interessensgebiet einen Netzwerkpartner, der mit ihrem Thema selbst ein dichtes Netzwerk hat.
  • Wenn sie eine Information oder einen Tipp brauchen, fragen Sie einen Netzwerkpartner von dem Sie vermuten, dass er jemand kennt, der diese Information hat.
  • Erbitten Sie eine Information oder Tipp immer mit einer Formulierung wie der folgenden: „Falls Sie selbst keine Antwort haben, freue ich mich aber, wenn Sie meine Bitte an jemanden weitergeben, von dem Sie vermuten, dass dieser einen Tipp haben könnte.“
    Sehen Sie sich die Kontakte Ihrer Kontakte an. Bei ihnen fällt es immer leicht, einen neuen direkten Kontakt aufzubauen.

My Way: So finden Sie den richtigen Berufsweg

Februar 13th, 2009

Karriere wird nicht gemacht, sondern man macht sie. Dies gilt heute mehr denn je. Beruflich erfolgreich zu sein, ist in erster Linie eine Frage der Strategie. Viele sind nicht deshalb erfolglos, weil sie die falsche Strategie verfolgen. Sondern, weil sie keine verfolgen. Sie warten darauf, dass ihr berufliches Fortkommen sich irgendwie ergibt. Gerade für Spitzenpositionen müssen sich Mitarbeiter bewähren und Vielzahl von Kompetenzen mitbringen. Dies gilt für eine Führungskarriere genauso wie auch für eine Fachkarriere.

Die drei zentralen Fragen der Karriereplanung lauten:

Was will ich?

Was kann ich?

Wo gibt es den für mich passenden Job?

Mit den folgenden fünf Schritten kommen Sie zu Ihrer Karrierestrategie:

  • Analysieren Sie Ihre gegenwärtige berufliche und private Lebenssituation.
  • Klären Sie für sich, was Sie wirklich wollen. Dies ist ihre persönliche Vision.
  • Bestimmen Ihren eigenen Standort im den Sie ihre Chancen aber auch ihre Grenzen herausfinden.
  • Legen Sie Karriereziele fest.
  • Planen Sie konkrete Maßnahmen, mit denen Sie diese Ziele erreichen können.

Schritt für Schritt den richtigen Karriereweg finden

Februar 7th, 2009

Von Marc Twain stammt die folgende Weisheit: „Wer nicht weiß wohin er will, darf sich nicht wundern, wenn er woanders ankommt.“ Vielen Menschen fällt es jedoch schwer zu sagen, wo Sie in Ihrer Karriere in 5, 10 oder gar an Ihrem Berufsende stehen wollen. Dies hat seine Gründe. Die eigenen Vorstellungen von der Karriere verändern sich. Im Berufseinstieg dominieren die von Eltern, Verwandten und Freunden bestimmten Karriereerwartungen. Erst schrittweise findet man seinen Weg. Wann ist eine Karriere erfolgreich? Erfolgreich ist sie dann, wenn Menschen in ihrem Job der Arbeit nachgehen, die ihren Interessen entspricht und bei der sie ihre Talente entfalten können. Jeder muss deshalb für seine eigene Karriere die folgenden beiden Fragen beantworten können:

Was sind meine Interessen?

Wo liegen meine Talente?

Die Antworten auf beide Fragen liegen nicht auf der Hand. Sie werden Schritt für Schritt im eigenen Karriereweg herausgefunden. Dies erfordert Neugier, das sich Einlassen auf Neues und das Lernen aus Erfahrungen.

Und so können Sie Ihren Weg herausfinden:

  • Bleiben Sie nicht stehen, sondern lassen Sie sich auf Veränderungen ein.
  • Erkunden Sie Ihre beruflichen Möglichkeiten.
  • Finden Sie die richtige Balance zwischen Weitergehen auf bekannten Wegen und erkunden von neuen Möglichkeiten.
  • Jagen Sie nicht dem großen Wurf nach, sondern verfolgen Sie eine Strategie der kleinen Schritte.
  • Suchen Sie nach einem Weg, indem Sie nicht nur Ihre berufliche Identität verkörpern, sondern auch das, was Sie als Mensch und Persönlichkeit ausmacht.
  • Erzählen Sie sich selbst und anderen Menschen immer wieder Ihre berufliche Story. Sie werden sehen, dass Ihre Geschichte immer mehr Gestalt annimmt.

Neue Stelle, neue Chancen

Februar 1st, 2009

„Geschafft, ich habe die neue Stelle und es läuft auch bis jetzt alles gut.“ Diese Situation läd dazu ein, sich erst einmal zurückzulehnen und auf dem Erfolg auszuruhen. Aber mit jeder neuen Stelle beginnt auch ein neues Kapitel in der Karriereentwicklung. Verlieren Sie nicht Ihre langfristige Perspektive aus den Augen.

Lehnen Sie sich zurück, aber denken Sie dabei über die folgenden Fragen nach:

  • Was läuft jetzt gut oder sogar besser als im alten Job?
  • Sind Ihre Erwartungen, die Sie an den Wechsel hatten, erfüllt? Welche wurde nicht erfüllt?
  • Wie wohl fühlen Sie sich in der neuen Position?
  • Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten können Sie jetzt besonders gut einsetzen?
  • Wie wird sich das Unternehmen, die Abteilung und Ihre Stelle in den nächsten Jahren verändern?
  • Welche neuen Perspektiven ergeben sich daraus?
  • Wie passt diese Position zu Ihrem langfristigen Karriereziel?
  • Was ist noch ungeklärt und offen? Wie können Sie dies klären?
  • Denken Sie sich im Kopf eine Linie von 0 bis 10. Wie zufrieden sind Sie aus der Sicht Ihrer langfristigen Karriereplanung mit der neuen Stelle und an welcher Stelle der Linie befinden Sie sich. Dabei bedeutet „0“ überhaupt nicht zufrieden und „10“ vollkommen zufrieden.

Umdenken: Kommunikation im Web 2.0

Januar 24th, 2009

Bewerber und Recruiter haben das Web 2.0 entdeckt. Homepages von Bewerbern, Assessments im Internet und aktives Networking helfen mit einen neuen Job oder Mitarbeiter zu finden. Das Internet hat die Welt verändert. Theoretisch kann jeder mit jedem zu jeder Zeit und an jedem Ort kommunizieren. Die Nutzer des Internets und seiner Möglichkeiten sind Produzent und Konsumenten zugleich. Während die Möglichkeiten für die Kommunikation im Internet zunehmen, bleibt das Kommunikationsverhalten hinter diesen Möglichkeiten zurück, vor allem dann, wenn es um die eigene Selbstdarstellung im Web geht.

Sichtbarkeit im Netz bringt viele Vorteile, aber nur dann, wenn man sich selbst in das richtige Licht setzt. Eine eigene Homepage oder ein eigener Blog sind Medien der Selbstdarstellung, die helfen Kunden oder einen neuen Job zu finden. Sie können aber auch zum Bumerang werden, wenn Regeln für die Kommunikation im Web 2.0 nicht eingehalten werden.. Mit jedem Kommentar in einem Blog oder Forum zeigt der Autor seine Kompetenz, aber auch durch die Art und Weise der Darstellung sagt er viel über sich selbst aus. Dabei kommt es darauf an, sich bei seiner Zielgruppe mit seinen Leistungen zu zeigen und aus der Informationsflut hervorzuheben. Wer die Regeln und Möglichkeiten des Selbstmarketing im Web 2.0 kennt, kann sich schnell mit seinen Leistungen sichtbar machen und so von seinen Konkurrenten und Kollegen positiv abheben.

Die Kommunikation im Web 2.0 erfordert einen Paradigmenwechsel in der Kommunikation und im Selbstmarketing. Kommunikation im Netz kennt keine Intimität und jeder Netzteilnehmer wird zur öffentlichen Person. Die Kommunikation hat immer eine Außenwirkung und ist immer ein Teil der eigenen Selbstdarstellung.

Und dies hat folgende Konsequenzen:

Aktive Selbstkundgabe statt passiver Reaktion. Jeder bestimmt selbst, wie er im Internet wahrgenommen werden will. Dazu muss man aber selbst wissen, wie man sich zeigen will.

Neugier statt Vertrauen auf Bewährtes. Das heißt nicht nur neugierig ist, welche Möglichkeiten das Web 2.0 bietet, sondern vor allem neugierig auf die Inhalte und Menschen im Web.

Professionalität punktet. Kommunikation im Netz kann alle Sinne bedienen. Nicht nur Text und Bilder gehören heute zum Standard. Podcasts und Videoblogs bieten weitere Möglichkeiten. Jedoch nur, der der diese Medien professionell bedienen kann, rückt sich in ein gutes Licht.

Kommunikationsfähigkeit im Web entwickeln statt übertragen von bewährten Mustern. Nicht nur die Inhalte prägen das eigene Profil, sondern auch die Art und Weise wie diese mit den Möglichkeiten des Web 2.0 präsentiert werden.

Kreativität und Innovation statt Standard. Im Web 2.0 heben sich die hervor, die etwas anders oder anderes machen.

Persönlichkeit ist gefragt. Der Status aus anderen Zusammenhängen ist nur begrenzt übertragbar. Das Web ist eine eigene Welt. Hier sind erste ein Mal alle gleich. Der Status im Web muss durch Persönlichkeit und eine Profile im Web erworben werden.

Zu diesem Thema habe ich auf dem Lernforum Großgruppenarbeit am 26.01.2009 einen Workshop angeboten. Das Protokoll des Worshops können Sie sich herunterladen.Kommunikation im Web 2.0

Zukunft der Arbeit

Januar 18th, 2009

Vor 20 Jahren, als ich meinen ersten Arbeitstag hatte, hätte ich mir nicht vorstellen können, dass mein Arbeitstag durch E-Mails und Nachrichten auf der Mailbox des Handys gesteuert wird. In der gleichen Situation sind wir heute, wenn wir den Blick in die Arbeit der Zukunft werfen.

Wie gestaltet sich der Arbeitsalltag in 20 Jahren?

Auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort. Jedoch lassen sich einige Trends aufzeigen, welche die Arbeitssituation in Zukunft bestimmen. Und dieses sind:

Büros: Der Trend geht dazu, die Kosten für Büros zu minimieren. Erste Zeichen davon sind Großraumbüros, Heimarbeitsplätze und Desksharing; flexible Arbeitsplätze, bei denen jeder Mitarbeiter nur einen Rollcontainer hat, den er jeden Tag wieder an einen neuen Schreibtisch andocken muss. Der Trend zu einem immer billigeren Arbeitsplatz kann aber auch seine positiven Seiten haben. Markus Albers beschreibt in seinem Buch „Morgen komme ich später rein“ Arbeitsplätze im Kaffeehaus oder im Grünen. Udo Ernst-Haner vom Frauenhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation bestätig diesen Trend. Jedoch für ihn hat auch das Büro noch nicht ausgedient. Es bleibt weiter notwendig als Austauschort und Arbeitsraum für Teams.

Freizeit und Arbeit: Noch immer gibt es Leute, die Beruf und Freizeit trennen. Sie wollen in der Freizeit von der Arbeit verschont bleiben. Eine Selbstverständlichkeit für die Arbeitnehmer des letzten Jahrtausends. Jedoch auch heute gibt es schon viele Arbeitnehmer, die ihr Handy mit nach Hause nehmen um auch am Feierabend erreichbar zu sein. In vielen Unternehmen ist es auch eine Selbstverständlichkeit. das Notebook mit nach Hause zu nehmen und von dort Dinge zu erledigen. Arbeitszeit und Freizeit beginnt zu verschimmen. Dieser Trend wird sich verstärken. Er geht zur ständigen Erreichbarkeit. Und somit wird es bald selbstverständlich sein, dass einen Teil der Arbeit zu Hause und in der Freizeit zu erledigen.

Kommunikationstechnik: Telefon und Schreibmaschine als Kommunikationsmittel gehören schon lange der Vergangenheit an. Handys, Blackberrys und Notebooks lassen schon erkennen, wie die Kommunikationstechnik der Zukunft aussieht. Es wird möglich jede Information in jedem Format an jedem Ort und jeder Zeit zur Verfügung zu haben. Mitarbeiter, die diese Techniken souverän beherrschen und damit ihre Arbeit effektiv organisieren können, sind eindeutig im Vorteil gegenüber Technikmuffeln.

Jobs für Alle: Arbeitsplätze sind keine soziale Einrichtungen. Sie werden geschaffen, wenn es Arbeit gibt und abgebaut, wenn Arbeit fehlt. Die Frage ist: Wird es in Zukunft Arbeitsplätze für alle geben? Diese Frage kann kaum beantwortet werden. Sicher ist aber, dass immer weniger Reserven für ein sogenanntes „Puffern“ von Arbeitsplätzen beispielsweise durch Weiterbeschäftigung bei Umsatzrückgang, Kurzarbeit oder Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bestehen. Die Zahl und Qualität der Arbeitsplätze wird schneller als bisher an den Bedarf angepasst werden müssen. Eines ist jedoch zumindest auch kurzfristig sicher: Mitarbeiter über 50 werden wieder eine Chance bekommen. Reinhard Opaschowski, Autor des Buches Deutschland 2030, ist überzeugt, dass die Berufserfahrung in Zukunft wieder etwas zähle.

Fazit:

So banal es ist: Einiges in unserer Arbeitswelt wird besser, anderes dafür auch schlechter. Vor allem die Flexibilisierung von Arbeitsort und Arbeitszeit hat ihre positive Seite, aber auch Schattenseiten. Beruf und Familie werden dadurch besser vereinbar. Aber mit dem Preis, dass sich auch die Arbeitswelt in das Familienleben hineindrängt. Vielleicht ist in 20 Jahren selbstverständlich, dass man zwischen Vor- und Hauptspeise bei einem Festmahl noch schnell eine Kundenanfrage beantwortet?

Bücher zu diesem Thema:

Horst W. Opaschowski: Deutschland 2030

Markus Albers: Morgen komm ich später rein

Weiterbildung zahlt sich aus

Dezember 20th, 2008

Welche Qualifikation haben Sie? Diese Frage müssen Sie nicht nur in Vorstellungsgesprächen beantworten, sondern auch dann, wenn Sie in Ihrem Unternehmen einen neuen Job anstreben oder auch nur interessantere Tätigkeiten übernehmen wollen. Und meist reicht es nicht aus, hier auf die Schulbildung zu verweisen. In allen Bereichen ist die Entwicklung rasant: Neue Techniken, Verfahren und Tools werden eingesetzt. Mitarbeiter, die hier up-to-date sind, haben sich gut gerüstet für Ihre berufliche Zukunft.

Investieren Sie in Ihre Zukunft: Drei Gründe sprechen dafür: Vorteil bei der Jobsuche, Sicherung des Aufstiegs im eigenen Unternehmen, Gerüstet sein auf Veränderungen im Unternehmen.

Qualifizieren Sie  sich zielgerichtet:  Analysieren Sie Stellenanzeigen. So finden Sie heraus, welche Qualifikationen gefordert werden. Achten Sie auf Veränderungen in Ihrem Arbeitsumfeld und finden Sie heraus, wie Sie sich dafür qualifizieren müssen. Loten Sie bei Ihrem Arbeitgeber aus, welche Qualifikationen für einen beruflichen Aufstieg erforderlich sind.

Beteiligen Sie Ihr Unternehmen an der Investition: Viele Unternehmen investieren in die Weiterbildung Ihrer Mitarbeiter. Denn Sie wissen, dass gut qualifizierte Mitarbeiter notwendig sind um auf dem Markt konkurrenzfähig zu bleiben. Warten sie aber nicht darauf, dass das Unternehmen etwas für Sie tut. Werden Sie aktiv und finden Argumente, um Ihren Chef für Ihre Weiterbildung zu gewinnen.

Wählen sie die Weiterbildungsform, die zu Ihnen passt: Das Spektrum der Angebote ist groß. Es reicht von Präsenzveranstaltungen in Vollzeit über Fernlehrgänge bis zu kompletten E-Learning Angeboten, die von zu Hause oder am Arbeitsplatz wahrgenommen werden können. Je besser die Fortbildungsform zu Ihren Lernbedürfnissen und Rahmenbedingungen passt, um effektiver können Sie lernen.

Weisen Sie Ihre Weiterbildung nach: Achten Sie darauf, dass Sie am Ende der Weiterbildung eine Teilnahmebescheinigung erhalten.  Diese sollten sie sorgfältig aufbewahren, um sie bei Bewerbungen immer griffbereit zu haben.

Informieren Sie sich über die Angebote: Kosten, Inhalte, Zeitaufwand, Zugangsvoraussetzungen  und Abschlüssen klaffen bei den Angeboten weit auseinander. Dazu können sie Weiterbildungsdatenbanken nutzen. Die beiden größten sind die der Bundesagentur für Arbeit und das InfoWeb Weiterbildung.

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Do’s and Dont’s bei der Online-Bewerbung

Dezember 14th, 2008

Online-Bewerbungen sind im Trend. Personalexperten schätzen, dass sich das Verhältnis zwischen Papier- und elektronischen Bewerbungen bis 2010 umkehren wird.

Als Onlinebewerbung werden Bewerbungen bezeichnet, die über das Internet von einem Bewerber an das Unternehmen gesendet werden. Sie unterscheidet sich gegenüber der konventionellen Bewerbung durch die Möglichkeit der elektronischen Weiterverarbeitung, der permanenten, weltweiten Verfügbarkeit, sowie durch multimediale Präsentationsmöglichkeiten.

Online-Bewerbungen bieten für Bewerber und Unternehmen Vorteile. Unternehmen können die Daten systematisch auswerten und so schnell eine Vorauswahl treffen. Bewerber ersparen sich das Zusammenstellen aufwendiger Bewerbungsmappen und können Dokumente direkt über das Internet verschicken.

Doch für den Bewerber wird nur der formale Aufwand für die Bewerbung geringer. Eine Online-Bewerbung muss genauso gut überlegt werden, wie die schriftliche Variante.

Und das sind die Dont’s und Do’s bei der Online Bewerbung:

Nehmen Sie die Online-Bewerbung nicht auf die leichte Schulter,…

…sondern nehmen Sie sich Zeit und verwenden vorbereitete auf Rechtschreibefehler geprüfte Textbausteine.

Tippen Sie Daten und Texte nicht einfach nur ein,

…sondern überprüfen sie vor dem Abschicken auf Fehler.

Verwenden Sie nicht die erstbesten Begriffe, die Ihnen einfallen, …

…sondern überlegen sich genau welche Begriffe Sie verwenden, da die Auswertungssoftware nach Schlüsselwörtern sucht.

Schicken Sie die Bewerbung nicht zu schnell ab, …

…sondern prüfen genau, dass auch alle Anhänge dabei sind.

Nehmen sie keine unüblichen Textformate,

…sondern schicken alle Dokumente am Besten als PDF-Datei.

Verzichten Sie nicht ganz auf Papier, …

…sondern drucken sich die Bewerbung aus, damit Sie immer wissen, was Sie dem Unternehmen mitgeteilt haben.

Akzeptieren Sie Absagen nicht einfach, wenn Sie sicher sind, dass Sie die Anforderungen zu 100 % erfüllen,

…sondern fragen nach, denn auch die automatische Auswertung ist nicht fehlerfrei.