Archive for März, 2009

Die Menschen in der IT-Branche sind anders.

Sonntag, März 22nd, 2009

Längst sind die IT’ler nicht mehr die Sonderlinge, von denen im Unternehmen keiner weiß, was sie tun. Aber die IT-Branche hat ihre eigenen Gesetze und Regeln entwickelt, die sie von anderen Branchen unterscheidet.

Dafür gibt es folgende Gründe:

  • Der Arbeitsmarkt in der IT ist riesig und dabei sehr speziell. Neben den normalen Angestellten gibt es auch noch sogenannte Freelancer und andere Nischen.
  • Die Job-Suche erfolgt fast ausschließlich über das Internet und spezielle Agenturen. Nicht Personaler treffen die Auswahl, sondern Tests und Praxisbeweise entscheiden über eine Einstellung.
  • Die Bewerbungsunterlagen sind umfangreicher als in anderen Branchen. Die Gehälter in der IT sind großen Schwankungen unterworfen, die sich in Gehaltsstudien nur wenig widerspiegeln.
  • Vorstellungsgespräche verlaufen auch anders. Es wird weniger nach den Stärken und Schwächen gefragt, sondern mehr nach den speziellen Kenntnissen des Bewerbers.

Svenja Hofert hat für diese Berufsgruppe ein Praxishandbuch für deren Karriere geschrieben. Es enthält viele hilfreiche Tipps für alle, die in der IT Karriere machen wollen. Meine Rezension des Buches in MWonline finden Sie hier.

Kurzprofil: So sprechen Experten Personaler an

Sonntag, März 15th, 2009

Die ersten Personen, die einen Lebenslauf eines Experten in die Hände bekommen verstehen ihn wahrscheinlich nicht. Es sind Recruiter und Personaler, die nur ein vages Bild von der Stelle haben. Das, was in ihrem Lebenslauf und damit in ihrer beruflichen Geschichte steckt, kann erst Ihr zukünftiger Fachvorgesetzter beurteilen. Dazu muss der Lebenslauf aber erst in dessen Hände kommen.

Ein Kurzprofil verhindert, dass der Recruiter oder Personaler nicht die Informationen aus dem Lebenslauf herausfiltern, mit denen er erkennt, dass Ihr Berufsprofil auf die ausgeschriebene Stelle passt.
Das erste, was man von Ihrer Bewerbung wahrnimmt muss sowohl einen Fachmann, wie auch einen Fachfremden ansprechen. Vor allem die Letzteren müssen ihre Bewerbung als Interessant wahrnehmen.

Ein Kurzprofil ist so aufgebaut, dass der Leser die wichtigen Informationen in griffiger Form erhält. Es ist die Zusammenfassung der wichtigen Eckpunkte in einem Fließtext oder in Stichpunkten. Es ist sozusagen das Summary des Lebenslaufes. Länger wie eine viertel bis eine halbe Seite  sollte ein Kurzprofil nicht sein.
Tipp: Wenn Sie die Fließtextvariante wählen, dann schreiben Sie nicht blumig, sondern einfach, klar und prägnant.

So kommen Sie zu Ihrem Kurzprofil:

  • Wichtige Informationen aus dem Lebenslauf identifizieren: Was sind die wichtigen Informationen für den Entscheider über die Stelle? Was macht Sie einzigartig für diesen Job?
  • Auswahl: Was sind die 8 wichtigsten Punkte?
  • Identifizieren Sie Schlüsselwörter: Was sich die Wörter, Begriffe oder Firmennahmen, die bei Ihrem Zukünftigen Arbeitgeber Aufmerksamkeit erzeugen können.
  • Schreiben: Jetzt erst schreiben Sie den Text. Lesen Sie ihn immer wieder und feilen Sie daran, bis er aus Ihrer Sicht gut klingt.
    Tipp: Wenn Sie den Text selbst laut lesen, dann können Sie hören, wie gut er klingt und noch sprachliche Ungereimtheiten ausmerzen.

Hier ist ein Beispiel für ein Kurzprofil:

 Beispiel eines Kurzprofils
 

Gehaltsverhandlungen: Aktiv werden zum richtigen Zeitpunkt

Samstag, März 7th, 2009

„Wer nicht sagt, bekommt auch nichts.“ Dies ist eine alte Weisheit. Aber nicht immer sind Sie erfolgreich, wenn Sie etwas sagen. Denn auf den Zeitpunkt kommt es an. Ein guter Zeitpunkt für eine Gehaltsverhandlung ist immer dann, wenn Sie eine Aufgabe erfolgreich erledigt haben, oder neue Aufgaben und Verantwortung übernehmen. Wichtig ist, dass Sie vor dem Gespräch Ihren Marktwert kennen.

Gehaltsverhandlungen führen Sie mit Ihrem Chef. Und dieses Gespräch wird nicht nebenbei geführt, sondern vereinbart. Planen Sie dafür eine Stunde ein. In Unternehmen, bei denen es regelmäßige Entwicklungsgespräche oder Zielvereinbarungsgespräche gibt, sind dies Gelegenheiten, bei denen Sie Ihre Forderung nach mehr Gehalt vorbringen können.

Mehr Gehalt zu fordern ist nichts Anrüchiges. Vor allem dann nicht, wenn Sie durch eine höherer Leistung und mehr Expertise in eine Vorleistung gegangen sind. Kommunizieren Sie klar, was Sie auch Ihrer Sicht geleistet haben und welchen Nutzen das Unternehmen daraus hat. Formulieren sie auch klar, wie viel aus Ihrer Sicht Ihre Leistung wert ist. Dabei gehört es zum Ritual solcher Verhandlungen, dass Sie nicht das bekommen werden, was Sie fordern. Andererseits wird auch Ihr Chef Ihre Forderung nicht rundweg ablehnen, wenn Ihre Leistung stimmt. Gute Experten sind nicht leicht ersetzbar, und so wird auch Ihr Unternehmen ein Interesse haben, Sie zu halten.

Und das sind Ihre Pluspunkte in der Verhandlung:

  • Größere Verantwortung ist mehr wert, als ein abgegrenztes Aufgabengebiet.
  • Strategisch konzeptionelle Tätigkeiten werden besser bezahlt als operative
  • Tätigkeiten mit Kundenkontakt bringen mehr ein, als ein Backoffice Job.
  • Wissen und Fertigkeiten, die nur Sie besitzen, sind auch immer ein Argument dafür mehr zu verlangen.