Archive for Februar, 2009

Das kleine Welt Phänomen macht Networking effektiv

Samstag, Februar 28th, 2009

Ein Geschäftsreisender sitzt im Flugzeug und kommt mit seinem Nachbarn ins Gespräch. So nebenbei erwähnt dieser den Namen eines Mannes, der ihnen bekannt vorkommt. Schnell stellen Sie fest, dass Sie ihn von einem Kongress kennen und ihr Nachbar mit ihm Geschäfte macht. „Die Welt ist doch klein“ ist dann ein Satz, dem beide zustimmen. Aber warum passieren uns diese Situationen immer wieder?

Der Grund dafür liegt in dem sogenannten Kleine-Welt-Phänomen (engl. small world phenomenon): Stanley Milgram, eine amerkanischer Soziologe, führte 1967 an der Harvard University das folgende Experiment durch: Er erstellte eine Art Informationspaket, das 60 zufällig ausgewählten Teilnehmer an jeweils eine vorher festgelegte Person in Boston zu senden hatten. Als Startpunkte wählte er Personen den Städten Omaha und Wichita aus. Beide Städte waren weit von Bosten entfernt und die ausgewählten Personen hatten auch bezüglich ihrer sozialen Herkunft nur wenig mit der Zielperson gemeinsam. Die Aufgabe bestand darin, das Paket nur dann direkte an die Zielperson zu senden, wenn sie diese persönlich kannten. In allen anderen Fällen sollte sie eine Person wählen, von der sie annahmen, dass diese die Zielperson kennen könnten. Drei Pakete erreichten die Zielpersonen über 6 weitere Personen. Milgram schloss daraus, dass jede Person der US-amerikanischen Bevölkerung von jeder anderen Person der USA durchschnittlich durch sechs Personen getrennt ist oder, andersherum formuliert, durch durchschnittlich sechs Personen erreicht werden kann.

Dem „Kleinen Welt Phänomen“ liegt folgende Hypothese zugrunde:
Jeder Mensch auf der Welt ist mit jedem anderen über eine überraschend kurze Kette von Bekanntschaftsbeziehungen verbunden ist.

In Kleine-Welt-Netzwerken beobachtet man folgende Phänomene:

Transitivität: Netzwerkpartner einer Person sind meistens auch untereinander bekannt, weil sie sich über den gemeinsamen Netzwerkpartner kennen gelernt haben.

Geringer Durchmesser: Eine Nachricht, die von einem Netzwerkpartner zu allen seinen Nachbarknoten weitergereicht wird, erreicht in kürzester Zeit alle Knoten in dem Netzwerk. Von besonderer Bedeutung sind dabei sogenannte short chains: Diese verbinden über wenige Stationen auch weit entfernte Knoten im Netzwerk.

Skalenfreie Netze: Dies sind Netzwerke, bei denen einige wenige Knoten potentiell unendlich viele Verbindungen aufweisen, während ein Großteil der übrigen Knoten relativ wenige Beziehungen zu anderen Knoten hat. Mit dem einer Beziehung zu einem solchen Netzwerkpartner können Sie sehr schnell sehr viele Menschen im Netzwerk erreichen.

Die Reichen werden immer Reicher: Nimmt man ein voll verbundenes Netz von drei Knoten und fügt dem Netzwerk nacheinander neue Knoten von stark verbundenen Netzwerken hinzu, dann bilden diese jeweils eine bestimmte Anzahl neuer Verbindungen zum bestehenden Netzwerk aus. Hierbei ist die Wahrscheinlichkeit für einen bestehenden Knoten, als Partner gewählt zu werden, proportional zu der Anzahl der Verbindungen, die dieser bereits besitzt.

Im Online-Netzwerken wie XING, JanusWeb, StudiVZ lässt sich dieses Phänomen in der Realität beobachten. In dieses Netzwerk gelangt man nach eigener Anmeldung oder auf Einladung eines bestehenden Mitgliedes, d. h. häufig ist hier jeder mit mindestens einer weiteren Person verbunden. Nimmt man sich jedoch wahllos eine Person aus diesem Netzwerk heraus, wird immer der direkteste Weg von einem selbst zu eben dieser Person angezeigt, der selten mehr als fünf Glieder umfasst.

Mit dem Kleinen Welt Phänomen manchen Sie Networking effektiver, wenn Sie die folgenden Tipps beachten:

  • Suchen Sie sich in Ihrem Interessensgebiet einen Netzwerkpartner, der mit ihrem Thema selbst ein dichtes Netzwerk hat.
  • Wenn sie eine Information oder einen Tipp brauchen, fragen Sie einen Netzwerkpartner von dem Sie vermuten, dass er jemand kennt, der diese Information hat.
  • Erbitten Sie eine Information oder Tipp immer mit einer Formulierung wie der folgenden: „Falls Sie selbst keine Antwort haben, freue ich mich aber, wenn Sie meine Bitte an jemanden weitergeben, von dem Sie vermuten, dass dieser einen Tipp haben könnte.“
    Sehen Sie sich die Kontakte Ihrer Kontakte an. Bei ihnen fällt es immer leicht, einen neuen direkten Kontakt aufzubauen.

My Way: So finden Sie den richtigen Berufsweg

Freitag, Februar 13th, 2009

Karriere wird nicht gemacht, sondern man macht sie. Dies gilt heute mehr denn je. Beruflich erfolgreich zu sein, ist in erster Linie eine Frage der Strategie. Viele sind nicht deshalb erfolglos, weil sie die falsche Strategie verfolgen. Sondern, weil sie keine verfolgen. Sie warten darauf, dass ihr berufliches Fortkommen sich irgendwie ergibt. Gerade für Spitzenpositionen müssen sich Mitarbeiter bewähren und Vielzahl von Kompetenzen mitbringen. Dies gilt für eine Führungskarriere genauso wie auch für eine Fachkarriere.

Die drei zentralen Fragen der Karriereplanung lauten:

Was will ich?

Was kann ich?

Wo gibt es den für mich passenden Job?

Mit den folgenden fünf Schritten kommen Sie zu Ihrer Karrierestrategie:

  • Analysieren Sie Ihre gegenwärtige berufliche und private Lebenssituation.
  • Klären Sie für sich, was Sie wirklich wollen. Dies ist ihre persönliche Vision.
  • Bestimmen Ihren eigenen Standort im den Sie ihre Chancen aber auch ihre Grenzen herausfinden.
  • Legen Sie Karriereziele fest.
  • Planen Sie konkrete Maßnahmen, mit denen Sie diese Ziele erreichen können.

Schritt für Schritt den richtigen Karriereweg finden

Samstag, Februar 7th, 2009

Von Marc Twain stammt die folgende Weisheit: „Wer nicht weiß wohin er will, darf sich nicht wundern, wenn er woanders ankommt.“ Vielen Menschen fällt es jedoch schwer zu sagen, wo Sie in Ihrer Karriere in 5, 10 oder gar an Ihrem Berufsende stehen wollen. Dies hat seine Gründe. Die eigenen Vorstellungen von der Karriere verändern sich. Im Berufseinstieg dominieren die von Eltern, Verwandten und Freunden bestimmten Karriereerwartungen. Erst schrittweise findet man seinen Weg. Wann ist eine Karriere erfolgreich? Erfolgreich ist sie dann, wenn Menschen in ihrem Job der Arbeit nachgehen, die ihren Interessen entspricht und bei der sie ihre Talente entfalten können. Jeder muss deshalb für seine eigene Karriere die folgenden beiden Fragen beantworten können:

Was sind meine Interessen?

Wo liegen meine Talente?

Die Antworten auf beide Fragen liegen nicht auf der Hand. Sie werden Schritt für Schritt im eigenen Karriereweg herausgefunden. Dies erfordert Neugier, das sich Einlassen auf Neues und das Lernen aus Erfahrungen.

Und so können Sie Ihren Weg herausfinden:

  • Bleiben Sie nicht stehen, sondern lassen Sie sich auf Veränderungen ein.
  • Erkunden Sie Ihre beruflichen Möglichkeiten.
  • Finden Sie die richtige Balance zwischen Weitergehen auf bekannten Wegen und erkunden von neuen Möglichkeiten.
  • Jagen Sie nicht dem großen Wurf nach, sondern verfolgen Sie eine Strategie der kleinen Schritte.
  • Suchen Sie nach einem Weg, indem Sie nicht nur Ihre berufliche Identität verkörpern, sondern auch das, was Sie als Mensch und Persönlichkeit ausmacht.
  • Erzählen Sie sich selbst und anderen Menschen immer wieder Ihre berufliche Story. Sie werden sehen, dass Ihre Geschichte immer mehr Gestalt annimmt.

Neue Stelle, neue Chancen

Sonntag, Februar 1st, 2009

„Geschafft, ich habe die neue Stelle und es läuft auch bis jetzt alles gut.“ Diese Situation läd dazu ein, sich erst einmal zurückzulehnen und auf dem Erfolg auszuruhen. Aber mit jeder neuen Stelle beginnt auch ein neues Kapitel in der Karriereentwicklung. Verlieren Sie nicht Ihre langfristige Perspektive aus den Augen.

Lehnen Sie sich zurück, aber denken Sie dabei über die folgenden Fragen nach:

  • Was läuft jetzt gut oder sogar besser als im alten Job?
  • Sind Ihre Erwartungen, die Sie an den Wechsel hatten, erfüllt? Welche wurde nicht erfüllt?
  • Wie wohl fühlen Sie sich in der neuen Position?
  • Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten können Sie jetzt besonders gut einsetzen?
  • Wie wird sich das Unternehmen, die Abteilung und Ihre Stelle in den nächsten Jahren verändern?
  • Welche neuen Perspektiven ergeben sich daraus?
  • Wie passt diese Position zu Ihrem langfristigen Karriereziel?
  • Was ist noch ungeklärt und offen? Wie können Sie dies klären?
  • Denken Sie sich im Kopf eine Linie von 0 bis 10. Wie zufrieden sind Sie aus der Sicht Ihrer langfristigen Karriereplanung mit der neuen Stelle und an welcher Stelle der Linie befinden Sie sich. Dabei bedeutet „0“ überhaupt nicht zufrieden und „10“ vollkommen zufrieden.