Umdenken: Kommunikation im Web 2.0

Bewerber und Recruiter haben das Web 2.0 entdeckt. Homepages von Bewerbern, Assessments im Internet und aktives Networking helfen mit einen neuen Job oder Mitarbeiter zu finden. Das Internet hat die Welt verändert. Theoretisch kann jeder mit jedem zu jeder Zeit und an jedem Ort kommunizieren. Die Nutzer des Internets und seiner Möglichkeiten sind Produzent und Konsumenten zugleich. Während die Möglichkeiten für die Kommunikation im Internet zunehmen, bleibt das Kommunikationsverhalten hinter diesen Möglichkeiten zurück, vor allem dann, wenn es um die eigene Selbstdarstellung im Web geht.

Sichtbarkeit im Netz bringt viele Vorteile, aber nur dann, wenn man sich selbst in das richtige Licht setzt. Eine eigene Homepage oder ein eigener Blog sind Medien der Selbstdarstellung, die helfen Kunden oder einen neuen Job zu finden. Sie können aber auch zum Bumerang werden, wenn Regeln für die Kommunikation im Web 2.0 nicht eingehalten werden.. Mit jedem Kommentar in einem Blog oder Forum zeigt der Autor seine Kompetenz, aber auch durch die Art und Weise der Darstellung sagt er viel über sich selbst aus. Dabei kommt es darauf an, sich bei seiner Zielgruppe mit seinen Leistungen zu zeigen und aus der Informationsflut hervorzuheben. Wer die Regeln und Möglichkeiten des Selbstmarketing im Web 2.0 kennt, kann sich schnell mit seinen Leistungen sichtbar machen und so von seinen Konkurrenten und Kollegen positiv abheben.

Die Kommunikation im Web 2.0 erfordert einen Paradigmenwechsel in der Kommunikation und im Selbstmarketing. Kommunikation im Netz kennt keine Intimität und jeder Netzteilnehmer wird zur öffentlichen Person. Die Kommunikation hat immer eine Außenwirkung und ist immer ein Teil der eigenen Selbstdarstellung.

Und dies hat folgende Konsequenzen:

Aktive Selbstkundgabe statt passiver Reaktion. Jeder bestimmt selbst, wie er im Internet wahrgenommen werden will. Dazu muss man aber selbst wissen, wie man sich zeigen will.

Neugier statt Vertrauen auf Bewährtes. Das heißt nicht nur neugierig ist, welche Möglichkeiten das Web 2.0 bietet, sondern vor allem neugierig auf die Inhalte und Menschen im Web.

Professionalität punktet. Kommunikation im Netz kann alle Sinne bedienen. Nicht nur Text und Bilder gehören heute zum Standard. Podcasts und Videoblogs bieten weitere Möglichkeiten. Jedoch nur, der der diese Medien professionell bedienen kann, rückt sich in ein gutes Licht.

Kommunikationsfähigkeit im Web entwickeln statt übertragen von bewährten Mustern. Nicht nur die Inhalte prägen das eigene Profil, sondern auch die Art und Weise wie diese mit den Möglichkeiten des Web 2.0 präsentiert werden.

Kreativität und Innovation statt Standard. Im Web 2.0 heben sich die hervor, die etwas anders oder anderes machen.

Persönlichkeit ist gefragt. Der Status aus anderen Zusammenhängen ist nur begrenzt übertragbar. Das Web ist eine eigene Welt. Hier sind erste ein Mal alle gleich. Der Status im Web muss durch Persönlichkeit und eine Profile im Web erworben werden.

Zu diesem Thema habe ich auf dem Lernforum Großgruppenarbeit am 26.01.2009 einen Workshop angeboten. Das Protokoll des Worshops können Sie sich herunterladen.Kommunikation im Web 2.0

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